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Einweihung des neuen Flüchtlingswohnheimes in Altenheim

LAHRER ZEITUNG 24. September 2016 – www.lahrer-zeitung.de

Bürgermeister Jochen Fischer hat das neue Wohnheim am Altenheimer Sportplatz eingeweiht. Vier identische Einheiten von je 100 Quadratmetern sollen künftig neuankommende Flüchtlinge beheimaten.

Altenheim. „Wir als Gemeinde Neuried haben die Aufgabe, die künftigen Bewohner dieses Wohnheims zu inte­grieren“, betonte Neurieds Bürgermeister Jochen Fischer bei der Einweihung der Unterkunft. Er ist sich seiner Aufgaben und Möglichkeiten bewusst und erklärte: „Wir können ihnen nicht die Heimat ersetzen, aber zumindest versuchen ein Heim anzubieten.“

Die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, sei laut Fischer extrem wichtig für die Flüchtlinge. Er bedankte sich für die „erfolgreichen und unfallfreien Bauarbeiten“ und versicherte, dass die Plätze in der Unterkunft gebraucht würden, da die Gemeinschaft weiterhin in der Pflicht stehe Menschen in Not aufzunehmen. „Nicht nur dieses Wohnheim ist wichtig, sondern auch, dass die Menschen in der Gemeinde die Integration zulassen“, so Fischer.

Im Anschluss an den Bürgermeister sprach Heinz Schlager, Architekt und Bauleiter der Unterkunft: „Wir planen derzeit drei weitere Objekte dieser Art, alle im Kreis Emmendingen“, sagte Schlager in seiner Rede. Die aktuellen Kosten sind laut Schlager unter den veranschlagten geblieben.

„Die Wohnfläche von rund 400 Quadratmetern verteilt sich gleichmäßig auf vier Wohneinheiten“, berichtete Schlager und erklärt, dass jede Wohnung aus jeweils zwei Einzel- und zwei Doppelzimmern sowie Küche, Bad und WC bestehe. Die Gemeinschaftsräume, wie Lager-, Wasch- und Putzraum, seien im erweiterten Treppenhaus untergebracht. „Fahrräder und andere Gerätschaften finden im Nebengebäude ihren Platz“, so Schlager. Dreifachverglaste Holzfenster und Fußbodenheizung mit Gas- und Solaranlagen bilden laut Schlager „die energetischen Maßnahmen“ im neuen Heim der Flüchtlinge.

Nachhaltigkeit werde neben Energieeffizienz großgeschrieben. Schlager sagte: „Es wurden 75 LED-Leuchten eingebaut, um nicht nur die Stromverbrauchskosten gering zu halten, sondern auch den Wartungsaufwand.“ Im Erdgeschoss seien die Wohnungen barrierefrei geplant worden, so der Architekt in Bezug auf körperlich beeinträchtigte Menschen, die ins Heim einziehen können.

Sollte das Haus nicht mehr als Flüchtlingsheim genutzt werden, bestehe die Möglichkeit, bei Bedarf soziales Wohnen für Obdachlose dort einzurichten oder gar die vier Wohnungen zu vermieten, versicherte Klaus Person von der Gemeindeverwaltung Neuried unserer Zeitung.

Besonderen Dank sprach Schlager zum Abschluss dem Netzwerk Gastfreundschaft aus. So bat er Karin Geiser als dessen Vertreterin zu sich. Um ihr Engagement zu unterstützen übergab er 15 neue Willkommensshirts. Pfarrer Axel Malter aus Allmannsweier segnete im Anschluss das Haus und seine zukünftigen Bewohner.

Nach der offiziellen Einweihung konnten Bürger das Heim frei begehen und Fragen an die Verantwortlichen stellen.

 

BADEN ONLINE 24. September 2016 – www.bo.de

Vom ersten Spatenstich Anfang Dezember des letzten Jahres bis zur Einweihung hat es gerade mal gute neun Monate gedauert. Am Donnerstagnachmittag konnte Neurieds Bürgermeister Jochen Fischer die Besucher und Gäste zur Besichtung des neuen Flüchtlingswohnheims nahe der Herbert-Adam-Halle einladen. In dem Haus können bis zu 24 Personen Unterkunft finden.
Flüchtlinge, so hob Fischer in einer kurzen Rede hervor, seien das große Thema der vergangenen Monate, das die Gemeinde und politisch Interessierte noch viele Monate bewegen werde. Meinungen zu diesem Thema gebe es sehr viele, zu wenige allerdings seien aber sachlich. Das große Defizit mache aber die fehlende Einsicht aus, dass es die humanitäre Pflicht sei, Menschen, die sich auf der Flucht befinden zu helfen.
Angesichts der gegenwärtigen Situation betonte Fsicher, dass man des Wohnheims immer noch bedürfe. Derzeit würden nur Unterkünfte der vorläufigen Unterbringung geschlossen. Die Anschlussunterbringung werde aber weiterhin wichtig bleiben. Die Aufnahme von Menschen werde in Neuried weiterhin gelingen. Das aber liege nicht am neuen Wohnheim, sondern weil es in Neuried Menschen gebe, die sich für andere einsetzten.
Dankesworte kamen von Architekt Heinz Schaller und Bauamtsleiterin Antje Krotzinger, die ihr erstes Projekt in dieser Funktion abgeschlossen hat. Den kirchlichen Segen erteilte Pfarrer Axel Malter aus Allmannsweier.

 

BADISCHE ZEITUNG 24. September 2016 – www.badische-zeitung.de

Die Gemeinde Neuried hat das neue Wohnheim für Geflüchtete in Altenheim am Viehweiderweg eingeweiht. Das Haus, das langfristige Bleibe für 24 Menschen mit anerkanntem Asyl-Status sein soll, hat die Gemeinde für 1,1 Millionen Euro errichtet, 300 000 Euro kamen vom Land. Bürgermeister Jochen Fischer ging vor der Eröffnung des Hauses auf die kontroversen Stimmen zur Flüchtlingsunterbringung im Land ein. „Es gibt unterschiedliche Meinungen, wie man mit den Menschen umgehen sollte, die hier Schutz suchen, es gibt Polemik aber auch Schönfärberei.“ Fakt sei, dass die Gemeinde Personen unterbringen müsse und sie im Dorf integrieren wolle. Fischer lobte das Engagement des Flüchtlingshilfekreises „Netzwerk Gastfreundschaft“. „Wir können den Geflüchteten hier im neuen Haus nicht die Heimat ersetzen, aber wir können ihnen einen Ort bieten, an dem sie sich auch mit Ihrer Hilfe heimelig fühlen“, sagte Fischer.

Tatsächlich muss die Gemeinde Neuried, die derzeit 37 Geflüchtete kurzfristig (Erstaufnahme) in der ehemaligen Grundschule von Dundenheim und 70 langfristig (Anschlussaufnahme) in Wohnungen beherbergt, bis Jahresende noch 21 Menschen langfristig unterbringen.

Der evangelische Pfarrer von Altenheim, Axel Malter, segnete das Haus. Mit Blick auf das Netzwerk Gastfreundschaft sagte er, es sei angemessener, am Viehweiderweg von einem Gästehaus, als von einem Flüchtlingsheim zu sprechen. Mit Zitaten aus dem Alten und Neuen Testament führte Malter aus, dass im christlichen Glauben die Fürsorge und Gastfreundschaft an Fremden einen hohen Stellenwert habe. „Wir wollen uns im Umgang mit den Geflüchteten hier in Altenheim daher als wahre Christen erweisen“, so Malter.

Karin Geiser vom Netzwerk Gastfreundschaft sagte, sie begrüße den neuen Bau. „Das erleichtert uns die Arbeit.“ Die Unterbringung sei – verglichen mit überfüllten Wohnheimen in Erstaufnahmeeinrichtungen im Land – geradezu vorbildlich. Tatsächlich liegt die Quadratmeterzahl je Person mit zehn Quadratmetern über der vorgeschriebenen von sieben. So konnte ein Zuschuss eingeworben werden.

Am späten Nachmittag besichtigten auch viele Altenheimer das neue Gebäude. Stefanie Kopf, Koordinatorin für ehrenamtliche Netzwerke für Flüchtlinge in Neuried und Meißenheim, sagte anschließend: „Jeder hat das Haus zufrieden verlassen.“ Während der Tour habe man aber an vielerlei skeptischen Fragen gespürt, dass Altenheim sich mit der Frage der Flüchtlingsunterbringung noch nicht sehr auseinandersetzen musste.