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Gemeinderat vergibt Planungsauftrag für die Flüchtlingsunterkunft in Riegel

BADISCHE ZEITUNG 16. September 2016 – www.badische-zeitung.de

Der Planungsauftrag für den Bau einer Flüchtlingsunterkunft ist beschlossen. Die Planung für das dreigeschossige Gebäude wurde in der öffentlichen, von Bürgermeisterstellvertreterin Eugenia Singler geleiteten Sitzung am Mittwochabend an das Büro Schlager und Partner aus Lahr vergeben. Der Kauf des Geländes dafür war in einer nichtöffentlichen Sitzung beschlossen worden und ist inzwischen beurkundet. Für den geschätzt 1,65 Millionen Euro teuren Bau wurden zudem weitere Planungsaufträge vergeben und auch der genaue Standort bestimmt.

Das Gebäude, das vorläufig zur Unterkunft für rund 60 Geflüchtete bestimmt ist und später zwölf Sozialwohnungen bietet, wird südlich der Römerhalle gebaut.

Die Frage war, wie das Gebäude ausgerichtet wird. Die eine Möglichkeit ist, den First des Gebäudes in Nord-Süd-Richtung zu planen. Damit sähe man vom Parkplatz und dem Maternusweg eine Längsseite des Gebäudes. Dieses stünde von der Bebauung am Maternusweg abgerückt und bekäme den Charakter eines freistehenden Gebäudes. Deshalb braucht es das Einverständnis des Landratsamtes, das inzwischen auch vorliegt.

Die Alternative war, das Gebäude mit einer Stirnseite zum Maternusweg neben den bestehenden Garten zu setzen. Planer Achim Schlager und die Verwaltung favorisierten die Nord-Süd-Ausrichtung für das Gebäude. Der Planer führte den größeren Freiraum um das Gebäude und das Licht für die Wohnungen als Pluspunkte für seinen Vorschlag ins Feld. Mehr Freiraum wird auch erleichtern, irgendwann die für die Sozialwohnungen angedachte Balkonanlage ans Gebäude zu setzen.

Das Argument Licht heißt, dass bei der favorisierten Ausrichtung, die Wohnungen mit Morgen- und Abendsonne erhellt werden. Im anderen Fall würden die Bewohner auf der Südseite ständig die Sonne genießen oder erleiden und die anderen nach Norden blicken. Die Mehrheit des Gemeinderates folgte der Argumentation von Planer und Verwaltung. Nur Hüseyin Sahin plädierte für den Standort in der Flucht des Maternusweges und stimmte gegen den Vorschlag.

Der zweite Punkt der Diskussionen war, wie viel Platz man den Bewohnern in den sechs etwa 50 und sechs etwa 60 Quadratmeter großen Wohnungen gibt. Mehr Raum heißt, dass die Wohnungen einen Abstellraum und ein zweites WC bekommen. Dieses Aufenthaltsangebot wird als besonders wichtig erachtet, wenn die Wohnungen als Unterkunft genutzt werden und damit in manchen Wohnungen sechs Menschen zusammenleben müssen, von denen sich die wenigsten kennen werden und die viel Zeit in den Räumen verbringen. Der etwas größere Zuschnitt heißt, dass das Gebäude rund 100 000 Euro teurer wird, also auf die geschätzten 1,65 Millionen Euro kommt. Gut 400 000 Euro davon wird das Land beisteuern.

Der Architekt bekam vom Gemeinderat mit auf den Weg, anders als in der vorgesehenen Planung das Bad an die Fensterseite zu setzen und außerdem an die Schalldämmung zu denken, da für manche Zeiten Remmidemmi in und an der Römerhalle zu erwarten ist.

Die Planung soll noch in diesem Jahr fertig sein. Für Februar ist der Baubeginn und Ende 2017 der Bezug geplant.