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Richtfest beim Sozialen Wohnen in Sexau, Dorfstraße

BADISCHE ZEITUNG 14. Oktober 2016 – www.badische-zeitung.de

Knapp elf Monate nach der ersten Entwurfsvorstellung im Gemeinderat feierte am vergangenen Mittwoch die Gemeinde Sexau das Richtfest für den Neubau Soziales Wohnen in der Lörchstraße 23. Auf drei Etagen sollen hier jeweils drei Wohnungen für die Unterbringung von maximal 56 Flüchtlingen entstehen. Hell und großzügig wirken die Räume des neuen Gebäudes. Zwar fehlen noch die im Trockenbau einzubauenden Zwischenwände der einzelnen Wohnungen, aber auch so schaffen die bodentiefen Fenster und hohen Decken eine angenehm großzügige, wertige Atmosphäre. Überhaupt hatte Sozialdezernentin Ulrike Kleinknecht-Strähle, die Landrat Hanno Hurth beim Richtfest vertrat, gute Nachrichten für Bürgermeister Michael Goby. Ursprünglich sollten in den einzelnen Wohnungen des für zwanzig Jahre an den Landkreis vermieteten Gebäudes möglichst viele kleine Zimmer für eine maximale Belegung zur Erstunterbringung eingebaut werden. So hätten in den neun, zwischen 60 und 100 Quadratmeter großen Wohnungen insgesamt 56 Personen untergebracht werden können. Dank der aktuellen Entspannung in der Flüchtlingssituation könne man möglicherweise gleich auf den Einbau vieler Wände verzichten, betonte Kleinknecht-Strähle. Das spare der Gemeinde Geld bei einer späteren Nutzung der Räume als Sozialwohnungen. „Wir brauchen vermehrt Wohnungen für die Anschlussunterbringung anerkannter Flüchtlinge, dazu kommen die noch völlig offenen Anforderungen die der Familiennachzug mit sich bringt“, so Kleinknecht-Strähle. Da man derzeit aber noch nicht wissen könne, wie sich die Lage im April darstelle, wenn das Gebäude fertiggestellt werden soll, könne man erst dann endgültig entscheiden, wie es belegt werde.

Bürgermeister Michael Goby freute sich über den zügigen, reibungslosen und vor allem unfallfreien Bauverlauf des 1,5 Millionen Euro teuren Projekts. „Kompliment an alle, dass das so gut und in so relativ kurzer Zeit geklappt hat“, lobte Goby die Arbeit des für die Planung verantwortlichen Architekturbüros Schlager und Partner und die der beteiligten Behörden und Handwerker. Bislang sei man nur einen Monat im Verzug, und dies sei Problemen mit dem Hochwassersituation und einer Bebauungsplanänderung geschuldet. Die eigentliche Bauphase sei wesentlich kürzer gewesen, ergänzte Architekt Achim Schlager, richtig angefangen mit dem Rohbau habe man erst im Juni.

Ulrike Kleinknecht-Strähle führte in ihrem Grußwort den anwesenden Vertretern der beteiligten Handwerksunternehmen, des Helferkreises und des Gemeinderats noch einmal die dramatische Situation vor einem Jahr vor Augen. 300 Flüchtlinge seien damals allein im Dezember angekommen. Aktuell seien im ganzen Zeitraum von Mai bis Oktober lediglich 60 Flüchtlinge im Landkreis neu eingetroffen, die meisten davon aus Syrien. Das Konzept des Landkreises mit einer dezentralen Unterbringung in kleinen Wohneinheiten habe sich ebenso bewährt wie die Schaffung nachhaltiger, höher wertiger Unterkünfte, die langfristig auch als Sozialwohnungen nutzbar seien. Für eine gelungene Integration bedürfe es aber der Unterstützung eines ganzen Dorfes. Auch Architekt Achim Schlager dankte alle Beteiligten für die gute Zusammenarbeit bei der Umsetzung des von dem Architekten Markus Langenbahn geplanten Gebäudes.