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Spatenstich beim Sozialen Wohnen in Riegel

BADISCHE ZEITUNG 20. April 2017 (www.badische-zeitung.de)

Der Bau der Flüchtlingsunterkunft neben der Römerhalle in Riegel hat symbolisch begonnen. Bürgermeister, Gemeinderäte und Dienstleister legten am Dienstag Hand an ihre Spaten, um mit etwas Bewegung zu zeigen, dass es nun losgeht.

Rund 1,85 Millionen Euro wird das Gebäude kosten. Knapp 1,4 Millionen Euro davon zahlt die Gemeinde. In dem dreigeschossigen Gebäude werden 60 Geflüchtete unterkommen. Später können einmal zwölf Sozialwohnungen mit jeweils rund 50 und 70 Quadratmetern Größe eingerichtet werden.

Für zehn Jahre sei das Gebäude an die Unterbringung von Geflüchteten gebunden, sagte Bürgermeister Markus Jablonski. Der Grund dafür ist der Landeszuschuss von 480 000 Euro. Den hatte man im Rathaus eigentlich schon abgeschrieben, weil die Fördertöpfe überlastet erschienen. Jüngst erreichte das Rathaus dann die Nachricht, dass nun doch Landesgeld für die Unterbringung von Geflüchteten nach Riegel fließen wird. Mit dem Landesgeld ist das Gebäude erst einmal an die Nutzung als Flüchtlingsunterkunft gebunden. Die Geflüchteten werden so lange über die Verwaltung in die Unterkunft eingewiesen. Danach sei soziales Wohnen für alle Bedürftigen im Ort angesagt.

Bürgermeister Markus Jablonski erklärte auch, dass die Unterkunft energetisch besser als der Standard ausgebaut werde. Nach einigem Ringen im Gemeinderat, welches Energieniveau man erreichen möchte und damit auch, wie viel es kosten darf, hat sich die Gemeinde für eine Gasheizung statt einer Wärmepumpe entschieden. Das heißt 100 000 Euro weniger und dafür mehr Kohlendioxid für die Umwelt.

Damit die Bilanz doch höher als der Standard ausfällt, hat man sich für ein stärkeres Mauerwerk und eine Solaranlage für die Stromgewinnung auf dem Dach entschieden.

Nach gut 15 Jahren müsse man die Gasheizung sowieso erneuern und dann könne der Gemeinderat entscheiden, ob man auf eine energetisch anspruchsvollere Heizung umsteige, hatte Jablonski im Gemeinderat für diese Variante argumentiert. Die Solaranlage wird die Gemeinde selbst aufs Dach setzen, da sie dafür anders als die Energiegenossenschaft vom Land finanziell gefördert wird.